Risperdal 5 mg

Nora
Beiträge: 2
Registriert: So 2. Apr 2006, 23:22
Wohnort: Niedernhausen

Risperdal 5 mg

Beitragvon Nora » So 2. Apr 2006, 23:40

Mein Vater ist leider an Demenz erkrankt, erst im Anfangsstadium, aber dennoch manchmal nicht ganz umproblematisch. Allerdings geht man liebevoll und ruhig auf ihn ein, hat man keinerlei Probleme. Meine Mutter, 86, hat jedoch vor seiner Veränderung Angst und will sie nicht akzeptieren, so dass es immer wieder zu erheblichen "Wortgefechten" kommt. Sie hat sich nun bitter wegen des aggressiven Tones bei der von ihr bestellten Neurologin beschwert und diese hatte nichts anderes zu tun, als ihm Risperdal zu verordnen. Ich habe es nur zufällig erfahren (Gott sei Dank bevor er eine Tablette nahme) und bin außer mir, weil mir die erheblichen Nebenwirkungen vor allem bei älteren Personen bekannt sind. Was kann ich tun, damit ich weiterhin unterbinden kann, dass mein Vater diese Tabletten nehmen muss. Mit derÄrztin darf ich nicht reden, da meine Mutter fürchtet, dass sie meinen Vater nicht weiter behandelt, wenn wir ihr so kritisch gegenüber stehen. Meine Mutter macht nun mich für alles verantwortlich, da ich die Tabletten erst einmal an mich genommen habe.

Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir helfen?
Vielen Dank
Nora

Jonas
Beiträge: 292
Registriert: So 11. Sep 2005, 09:39
Wohnort: Im dunklen Forst

Beitragvon Jonas » Mo 3. Apr 2006, 05:54

Recherchiere doch einfach mal im Internet nach Risperdal bzw. Neuroleptika bei Demenz. Da wirst Du jede Menge Berichte darüber finden, dass diese Mittel die Demenz verstärken und (bei alten Leuten/Demenzkranken) die Lebenserwartung verkürzen, u.a., weil sie das Schlaganfallrisiko erhöhen. Das könntest Du ja ausdrucken und Deiner Mutter zeigen.

Nora
Beiträge: 2
Registriert: So 2. Apr 2006, 23:22
Wohnort: Niedernhausen

Beitragvon Nora » Mo 3. Apr 2006, 07:08

Hab vielen Dank für Deine Antwort, Jonas. Das ist ein sehr guter Vorschlag.
Ich bin einfach nur entsetzt, wie leichtfertig manche Ärzte mit diesen Präparaten umgehen.

Gruß
Nora


Zurück zu „Schulenstreit - Gibt es die richtige therapeutische Haltung?“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste