verbesserung der stationären behandlung...

mamschgerl
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verbesserung der stationären behandlung...

Beitragvon mamschgerl » Sa 4. Mär 2017, 19:04

...ist das erklärte ziel der klinik, in der ich zuletzt wenige wochen in der traumaabteilung verbrachte, bis ich dann abbrechen musste.
ich erhielt einige fragebögen zum thema eigenwahrnehmung bei patienten mit komplexer ptbs, zu denen ich gehörte, deren aufenthalte ca. 1/2 jahr zurückliegen. es sind keine wesentlichen unterschiede zu den fragekatalogen während des aufenthalts zu erkennen und ich bezweifle, daß aufgrund der auswertung tatsächlich an den bedingungen etwas verbessert werden wird.
erwähnenswert finde ich die einleitung des schreibens, worin ausdrücklich das ansinnen erklärt wird, die erfahrungen der patienten und die tendenzen entweder zur verbesserung oder auch zur verschlechterung des zustandes nach dem genannten zeitraum auszuloten, um dann gezielt behandlungsmethoden den speziellen bedürfnissen anzupassen.
an und für sich ein wirklich lobenswerter ansatz, zumal ich den aufenthalt genau aus diesen gründen abbrechen musste, da eben nicht speziell auf den patienten eingegangen wurde.
die vielfältigkeit der folgeschäden macht es für ärzte unmöglich, mittels einer pauschalen behandlungsvorgabe den patienten wirklich helfen zu können. unterm strich bleibt über die zeit in der klinik nur positiv zu vermerken, daß man ein mehr an kontakten verbuchen konnte, doch durch die routine bei der anwendung der gängigen therapien
fällt ein patient, der sich eben durch seine probleme nicht in das schema f hineinzwängen lässt, eher unangenehm störend auf.
es wäre schön, wenn gerade in einer klinik der patient wirklich so, wie es in vielen internetseiten auch angepriesen wird, individuell betreut werden könnte, doch das wird wohl wunschdenken bleiben.
ich habe die bögen dennoch ausgefüllt, wer weiß, vielleicht hilft es ja, wenn dadurch offensichtlich wird, daß nach dem aufenthalt eher eine verschlechterung eingetreten ist, obgleich ich stark bezweifle, daß dem ganzen eine besondere beachtung zugute kommt.
in diesem anschreiben wird auch darauf hingewiesen, daß es immer noch keine fundierten kenntnisse über diese krankheit gibt und man bemüht sei, geeignete behandlungsmethoden zu finden.
da stellt sich mir die frage, warum in den einzelgesprächen der patient nicht ausreichend gehört wird und man sich nicht die mühe macht, auf ihn als individium einzugehen?
es wäre einfach, wenn manche ärzte sich mal dazu herablassen würden, dem patienten eine gewisse eigene wahrnehmung zuzugestehen statt ihn dazu nötigen zu wollen, die sogenannten nicht fundierten kenntnisse als wahrheit über sein eigenes befinden anerkennen zu müssen, damit der klinikablauf nicht gestört wird.
der entlassungsbefund enthält daher natürlich unwahrheiten bezüglich der behandlungserfolge, denn ich kann nicht behaupten, daß mir der aufenthalt auch nur im geringsten etwas gebracht hätte, aber den bemerkungen der ärzte und therapeuten zufolge habe ich wohl irgendeinen nutzen daraus ziehen können...
anzuerkennen, daß behandlungsmethoden gravierende mängel aufweisen und bei manchen genau das gegenteil dessen bewirken, was beabsichtigt wird, wäre ein großer schritt zu verbesserungen und vielleicht könnte dadurch dem ein oder anderen wirklich mal ein wenig geholfen werden.
doch bis dahin bleibt die behandlung in den kliniken ein pauschalangebot, mit dem sich jeder, der mit einer komplexen ptbs diagnostiziert wurde, abzufinden hat, ob es nun passt oder nicht.

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Re: verbesserung der stationären behandlung...

Beitragvon fluuu » Do 16. Mär 2017, 10:35

Das Ausfüllen von Unterlagen ist die Bewusstmachung und Bewältigung von Störungen oder Defiziten,
wer das für sich nicht nutzen kann, dem nutzt die persönliche Zuwendung und Aufmerksamkeit auch nichts.
Es geht stehts um das Aktivieren der Selbstheilungskräfte und weniger um die Streicheleinheiten.
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Re: verbesserung der stationären behandlung...

Beitragvon mamschgerl » Do 16. Mär 2017, 19:53

wer lesen kann, befindet sich eindeutig im vorteil, besonders dann, wenn er auch versteht, was er liest.
aber ein selbsternannter seelenguru, der weder von ptbs und anderen erkrankungen wirklich etwas versteht, kann naturgemäß auch nicht verstehen, was er zu diesem thema, insbesondere zu den angesprochenen behandlungsmethoden, die er selbst nie erlebt hat, gelesen zu haben glaubt.
ein arzt, der sowohl die eigenen recourcen des patienten wecken wie auch streicheleinheiten geben kann, wenn es denn vonöten ist, wäre angebracht, aber das funktioniert eben nur, wenn man individuell und hinsichtlich des speziellen, eigenen traumas auf den patienten eingeht.
eine pauschalbehandlung und verurteilung bei nichtfunktionieren, um das versagen auf die schultern des patienten zu laden, der dann ja offensichtlich jede heilungschance selbst untergräbt, liegt natürlich wieder ganz in deinem sinne.
so wie immer in deinen selbstherrlichen und inkompetenten beiträgen sind bei dir immer die patienten schuld, wenn behandlungen nicht greifen.
ich bin mir ziemlich sicher, daß du dir in deiner ignoranz überhaupt nicht klar darüber bist, daß du es einfach nur nicht verkraften kannst, nicht bei den großen mitspielen zu dürfen.
es reicht nicht, immer auf der seite der ärzte zu stehen und alles gutzuheißen, das macht dich beileibe nicht zu einem fachmann, sondern wirkt auf mich ziemlich armselig, aber das sagte ich dir ja schon.
traurig ist nur, daß du eventuell ratsuchenden auf deiner peinlichen webseite lebenshilfe anbietest.
daß du dich nicht schämst...

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Re: verbesserung der stationären behandlung...

Beitragvon fluuu » Di 21. Mär 2017, 10:30

Du kannst es drehen und wenden wie Du willst, mich als bekloppt darstellen und selbst die Allwissende sein,
letztendlich kann man nur selbst sein eigenes inneres Lebensproblem angehen denn allen Anderen ist
das relativ egal, sie haben ihre eigene Verantwortung. So lange man sein eigenes inneres Problem
am Außen fest macht können die Empfindungen nicht besser werden. Nicht der Arzt macht es mir und
ich bin glücklich, sondern ich mache es mir mit Hilfe das Arztes und werde Symptom frei.
Richtig, ich bin mein selbsternannter Heilerguru und bin weitestgehend geheilt. Ohhhhmmmm...
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Re: verbesserung der stationären behandlung...

Beitragvon mamschgerl » Mi 22. Mär 2017, 09:22

danke für die bestätigung meiner meinung über dich.
patienten sind alleinverantwortlich für ihr befinden und ihre heilung, die ärzte fungieren nur als coaching-assistenten und ansonsten als beobachter bei der selbstheilung.
sollte sich der patient mal wieder querstellen und nicht kapieren, um was es geht, wird er als störrischer esel in die ecke gestellt, irgendwann wird er schon kapieren, was die ärzte von ihm wollen.
weder witzig noch geistreich, aber was soll's...deine antwort zeigt erneut, daß du einfach irgendetwas schreibst, ohne bezug nehmen zu können, weil du eben nicht verstehst, was du liest.
deine jetzige reaktion zeigt auch, daß argumente, verständnis oder hirneinsatz noch nie dein ding waren oder sein werden.
ein alberner versuch, mit pseudowitz deine unfähigkeit zu kaschieren, aber so bist du eben.
das einzige, was mich ärgert, ist, daß ich dir immer noch antworte, obwohl du es nicht wert bist.
daher mein nächster punkt: ich lass mich nicht mehr von kleingeistern und möchtegernseelsorgern provozieren, genauso wenig wie von anderen selbsternannten bekehrern.
zudem scheint es zu stimmen, du hast keine ahnung, von was die rede ist geschweige denn, wie es in einer klinik abgeht,

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Re: verbesserung der stationären behandlung...

Beitragvon fluuu » Mi 22. Mär 2017, 10:10

Der schärfste Witz ist an der Sache, wenn Du mir nicht antworten würdest, würdest Du mir den größten Gefallen tun,
so jedoch muss ich mit der Reaktion leben und das verlangt einiges von mir ab. Mir sind Menschen die im Stillen nachdenken
können viel sympatischer als jene die laut sagen: "Aber du hast Unrecht denn ich habe Recht."
Ich kann gut im Stillen nachdenken und brauche die Kommunikation im Forum nicht zwingend obwohl das laut Äußern der
Problematik stets einen größeren Wiederhall hat.
gruß fluuu

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Re: verbesserung der stationären behandlung...

Beitragvon mamschgerl » Mi 22. Mär 2017, 14:39

also gut, ich will mal nicht so sein, ich antworte dir nicht mehr und du mir nicht mehr, können wir uns einigen?
und da du dir selbst nicht symphatisch sein kannst, wenn ich dich richtig verstehe, will ich dich auch nicht weiter nötigen, aus deiner nachdenklichen stille herauszutreten, kommt nicht wieder vor.
hauptsache, du verstehst mal irgendwann das geschriebene und wirfst mir nicht vor, ich hielte mich für allwissend, denn so etwas habe ich nie irgendwo behauptet, sondern lediglich meine erfahrungen und meine für mich geltenden schlüsse daraus wiedergegeben. wie gesagt, wer lesen kann, ist eindeutig im vorteil.
mir genau das vorzuhalten, was du selbst machst, ist irgendwie höchst seltsam, findest du nicht?
also, in diesem sinne, lassen wir uns doch einfach gegenseitig in ruhe!

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Re: verbesserung der stationären behandlung...

Beitragvon Remedias » Mi 22. Mär 2017, 15:23

Hallo Mamschgerl,

ich sehe es so, dass diese Klinik sehr strikten finanziellen Vorgaben folgt. Da es für jeden Patienten eine Fallpauschale gibt, führt das genau zu dem - Pauschalbehandlung. Ich habe es in der Reha mit der Wirbelsäule erlebt, bei mir war die OP suboptimal verlaufen und ich konnte wegen Schmerzen nicht an den Gruppen teilnehmen. Da sagte der Arzt: "Glauben Sie ja nicht, dass Sie mehr Einzeltherapien kriegen!" Denn vorgesehen waren nur zwei Einzelbehandlungen und ich war die Böse, weil ich Gruppen nicht konnte. Also ging ich gar nicht hin. Trotzdem war der Klinikbericht hinterher die volle Erfolgsmeldung , so dass meine Hausärztin nur den Kopf schüttelte : "Sie sitzen hier und nehmen Opioide und die schreiben, wie gut es Ihnen geht!"
GENAUSO ist es in diesen Kliniken, völlig egal, ob du ein körperliches oder seelisches Leiden hast. Wenn du nicht in den Plan passt, störst du - anstatt dass sie sehen, was sie vfür dich tun können . (Anmerkung: GANZ ANDERS war es dann in einer Privatklinik, dort wurde individuell behandelt und ein Patient, der es bnrauchte, auch als Einzelbehandlung dazwischengeschoben."

Daher glaube ich, mit dem feedback kannst du nix verbessern. Was ihnen ein bißchen mehr wehtut, sind ihre Bewertungen im Internet,
das ist Publicity und da bekommst du auch Antwort und oft die Bitte, dich nochmals zum Gespräch zu melden.

liebe Grüße Remi

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Re: verbesserung der stationären behandlung...

Beitragvon mamschgerl » Mi 22. Mär 2017, 20:48

hallo remedias,
ich erinnere mich, du hattest schon mal darüber geschrieben.
daß es vorwiegend der kostenfaktor ist, der eine tatsächliche patienten- und einzelfallbezogene behandlung unmöglich macht, hatte ja der oberarzt, mit dem ich mich bei meinem letzten aufenthalt auseinandergesetzt habe, bestätigt und auch, daß er bedauerte, nicht zugehört zu haben. hätte er es getan, wäre es wohl nicht zu dem abbruch gekommen.
diese fragebögen auszuwerten, erscheint mir ähnlich wie bei den persönlichkeitstests in irgendeiner frauenzeitschrift: hat man überwiegend fragen mit A beantwortet, ist man .... und so weiter.
letztlich bin ich zu der ansicht gekommen, daß es im klinischen ablauf nie wirklich zu einer individuellen behandlung kommen kann, es sei denn, wie du schreibst, man hat die möglichkeit, in einer privaten klinik unterzukommen.
um wieder auf das thema anzusprechen in deinem anderen beitrag: ohne geld ist man doppelt gestraft und arme sind der möglichkeit zur genesung meilenweit entfernt.
wirklich positiv war in der klinik nur eines, es gibt nur einzelzimmer. in den meisten anderen muss man extra bezahlen, wenn man nicht in das übliche doppelzimmer will ( schon wieder eine frage des geldes ).
wenigstens wird hier die privatsphäre geachtet, sogar ärzte müssen extra hereingebeten werden, sonst ist ihnen der zugang ausdrücklich untersagt.
ich möchte auch nicht die bemühungen einzelner absprechen, besonders engagierten ärzten wird aber durch die klinikvorgaben ziemlich schnell der zahn ihres idealismus gezogen.
leidtragende sind die patienten, denen - wie mir - halt nur die alternative des aufenthaltsabbruchs bleibt, und das alles nach zwei jahren wartezeit auf diesen platz.
schade, es könnte soviel besser sein, aber wer will es bezahlen?
grüße
mamschgerl

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Re: verbesserung der stationären behandlung...

Beitragvon Remedias » Do 23. Mär 2017, 13:59

Hallo mamschgerl, ich bin mir gar nicht so sicher, ob eine andere Art Klinik wirklich so viel mehr kosten muss. Eventuell ist das eine Frage der Organisation. Und wenn die Klinik hilfreich ist und der Betroffene an seinen Arbeitsplatz zurückkehrt und Steuern zahlt, bekommt doch der Staat wieder viel mehr zurück als wenn der Patient wegen der Unfähigkeit der Klinik Erwerbsunfähigkeitsrente bezieht.
Aber wie es heutzutage läuft, in unserem System, da hast du Recht, alles hängt am Geld.

liebe Grüße Remi


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