Was ist wirklich hilfreich an einem Psychiater/Therapeuten?

cake
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Re: Was ist wirklich hilfreich an einem Psychiater/Therapeuten?

Beitragvon cake » Mi 15. Sep 2010, 07:33

Nun, Du befindest Dich in einem über Jahre eingefahrenen desolaten Zustand. Das sehe ich, und diese Anschauung hat sich sehr verfestigt.
Ziele hast Du meines Erachtens keine mehr, sondern Du ergibst Dich mehr oder weniger kampflos Deinem " Schicksal".
Das zieht natürlich extrem runter.
Vielleicht überlegst Du tatsächlich, was für Dich die oberste Priorität hat, und gehst Schritt für Schritt und vor allem konsequent in diese Richtung. Viele andere Sachen lösen sich dadurch vielleicht in Luft auf. :wink:
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acheron
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Re: Was ist wirklich hilfreich an einem Psychiater/Therapeuten?

Beitragvon acheron » Mi 15. Sep 2010, 16:53

Hallo Petra ,

dass du es satt hast , immer wider erfolglos von einer Therapie zur anderen zu laufen , kann ich gut nachvollziehen , es ist nicht schön , immer wieder vor dem gleichen Scherbenhaufen zustehen und alles immer wieder neu durchkauen zu müssen . Vielleicht habe ich da mehr Glück .

Aber der Tenor all deiner Posts ist Ungeduld , Unrast und Resignation , durch jeden Satz zieht sich das wie ein roter Faden . Du bist fast 50 , OK , aber das sollte doch nicht Grund zum Aufgeben sein . Beruflich ist es tatsächlich schwer , noch einmal von vorn zu beginnen , ich tue das gerade mit 35 und denke , dass es noch nicht zu spät ist , aber hart an der Grenze . Mit 50 findet man keinen gutbezahlten neuen Job mehr , zumal es Tradition geworden ist , dass man sich überall wieder neu hocharbeiten muss . Da tut es vielleicht ein Ehrenamt , dass man sich dennoch nützlich fühlt .
Aber auf dem Gebiet der Partnerschaft ist gewiss nicht alles verloren . Manche Frau lässt auch mit 60 nichts anbrennen . Ich habe eine 52 jährige Freundin , die sich einen 20 Jahre jüngeren Lover gönnt , bei dem sie voll auf ihre Kosten kommt - man sieht ihr an , dass es ihr gut geht , sie sprüht vor Energie und Tatendrang .

Du machst es den Menschen , die dir hier helfen wollen , wirklich nicht leicht , indem du auf alle Hilfsangebote Gegenargumente findest , die nur dazu führen müssen , dass du in deinem Loch stecken bleibst und die anderen frustriert zurücklässt . Wie soll man einem hilfesuchenden Menschen helfen , der alles in den Wind schießt , was sich ihm bietet ? Es ist eine möglicherweise zu fordernde Haltung gegenüber den Therapeuten , die diese überfordert und zur Abwehr übergehen lässt .

Es ist die immer schneller verrinnende Zeit , die dich ungeduldig und verzweifelt macht , aber die ist nun mal Fakt und nicht zu ändern . Ich spüre diese Sanduhr auch in mir , aber ich kämpfe auch gegen die Ungeduld und Unrast in meinem Inneren an , weil ich sehe , dass sie nur in blinden Aktionismus ohne echtes Ziel und in die Depression führt . Ich habe mittlererweile gelernt , Geduld mit mir und anderen zu haben . Ist der Druck auf meine Nerven zu groß , so dass ich Angst habe , zu zerspringen und sich alles in mir dreht , schaffe ich es endlich , Tacheles zu reden . Doch ohne Schuldzuweisungen und Groll gegen die Therapeutin , sondern in der Hoffnung , endlich ein wenig Verständnis zu finden . Das wurde mir noch nie , weder in der Klinik , Tagesklinik , noch ambulanten Therapie versagt , weshalb ich auch immer noch glaube , mein Leben auf die gerade Bahn zu bringen .

Hab ein wenig Geduld mit dir selbst , um dir erst einmal klar zu werden , was du eigentlich wirklich erreichen willst , dann kannst du Prioritäten setzen . Die Sexualisierung deiner Probleme ist , glaube ich , nicht die alleinseligmachende Lösung und gewiss nur ein kleiner Teil der Last , die du zu tragen hast .
Ich wünsche dir von ganzem Herzen , dass du dich findest und die nächten 50 Jahre ein erfüllteres Leben leben kannst . Liebe Grüße

Acheron
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cake
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Re: Was ist wirklich hilfreich an einem Psychiater/Therapeuten?

Beitragvon cake » Mi 15. Sep 2010, 19:57

die Männer in dem Alter sind alles Flachpfeifen.
:wink:
Und alle haben auch eine Geschichte hinter sich.
Leider geht es auch mit Priorität Nr. 1 nicht weiter, denn um Geld zu verdienen, muss man welches haben, zb. für Werbung und das hab ich nicht.
Ausstellungen bei Banken- in Kneipen etc sind oft ja gar nicht teuer oder sogar kostenlos. Könntest ja mal nachfragen oder? So bringst dich ins Gespräch, und man schaut Deine Kunst an. Interessante Männer würden da sicher auch ab und an mal vorbei schauen. :wink:
Andernfalls könntest versuchen, Deine Kunst übers Internet zu versteigern. Den Preis gibst natürlich Du vor. :wink: :wink:
Frau hat keine solchen (Pfui :| =)-Bedürfnisse zu haben.
Na, da würden sich einige Exemplare für den Abend finden lassen. :wink: :wink: Bin ich sehr überzeugt davon- auch besser als zunächst mal nix.
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Feuerchen
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Re: Was ist wirklich hilfreich an einem Psychiater/Therapeuten?

Beitragvon Feuerchen » Do 16. Sep 2010, 02:20

Diese Antwort wundert mich überhaupt nicht....

Mich machen Deine Antworten wütend... Ich habe lange überlegt , ob ich hier überhaupt schreiben soll.


Es gibt sich cake ne ganze Menge Mühe Dir behilflich zu sein...
Aber alles was ich mitkriege, wenn Vorschläge und Ideen kommen (auch von anderen)...ist eine Ablehnende Haltung... Du weißt doch sowieso alles besser.... Und immer hört man.. kein Einfühlungsvermögen und seit 7 Jahren nie nicht keine Hilfe bekommen.Und auch hier, erwartest du nach eigener Aussage keine Hilfe, - ist alles schei*e.

Ich frage mich , wieso es denn nur in Deinem Leben nicht besser ist und wird, wenn du doch sowieso alles besser weißt.... Ich denke, Du willst nichts verändern, und letzlich kann Dir sowieso niemand helfen, wenn Du Dich nicht bequemst selber an Dir zu arbeiten.

Selbst der beste Therapeut kann Dir nicht helfen, wenn Du nicht bereit bist, mitzuhelfen und an Dir zu arbeiten. Dein Harz4 wegzubekommen und Deine Lebensumstände zu verändern , oder zu verbessern, kannst einfach nur DU allein.

Und Zaubern kann niemand... Er kann dir dein Leben nicht rückgängig machen und er kann dich nicht jünger machen.Also akzeptier doch einfach das, was du nicht mehr ändern kannst, und versuch auch mal das Positive zu sehen.
Immer nur das Negative im Kopf zu behalten... das kann ich auch... Bringt mir aber nichts!!! Ich lenke meine Sichtweise bewußt auf das, was im Leben schön ist. Und das sind die Kleinigkeiten... Denn wer das kleine Glück nicht sieht, jagt dem großen sowieso umsonst nach. Das kleine Glück fängt bei der Tasse Kaffee/ Tee an... Daß ich sehen kann, dass ich hören kann , fühlen.. und diese Sinne setz ich ein.. Und ich schaue und versuche bewußt zu leben... Und wenn das Kleine gesehen wird, ist schon nicht alles so schlimm und dann fang ICH an im kleinen Dinge zu verändern. Vielleicht klappt es nicht jeden Tag... aber immer öfter.... und dadurch ändert sich was: Und manches muß man einfach aushalten und durchstehen - akzeptieren, da führt kein Weg vorbei... Das geht anderen genauso!

Und mit Zuhören und Empathie, die dir angeblich die Therapeuten verwehren.... damit- änderst Du auch gar nichts...

Deine Haltung ist: Es ist doch sowieso alles umsonst... Mir hilft niemand, mir hört niemand zu, ich bin zu alt, der Zug ist schon abgefahren... Alles negative Dinge..

Warum sollte Dir irgend jemand einen Lösungsansatz präsentieren, wenn Deine Haltung sowieso ist... "Bringt doch nichts" - Sag mir wieso???.... Deine Haltung ist... Ich bin in meinen Sachen Experte... Das weiß ich schon selber...

Und du sagst es Dir wirklich Gebetsmühlenhaft vor.... Mir gehts so schlecht, das alles bringt nichts... niemand hilft mir... Und sag mir nicht, das läge alleine an den Theras... Ich muß mir auch mal Kritik gefallen lassen.... und muß selber auch mal in mich gehen, was denn an der Sichtweise der Theras richtig sein könnte. Ich glaube nicht daß nur mangelnde Empathie da der Fall ist....

Es ist das sich selber es noch schwerer machen, als es ist(Was in sich selbst erfüllenden Profezeihungen endet)... das sich ewige Runtermachen und nichts annehmen können.

Und jetzt kannst Du von mir aus sagen, ich hätte auch kein Empathievermögen... Aber sooo kommst Du hier bei mir rüber und ich bin mir sicher , so ähnlich sehen es auch die Therapeuten...

Ich wünsche Dir sehr, dass Du Dich verändern kannst zum Positiven hin... Aber wie hast Du doch so schön mal gesagt, - verbiegen willst du dich nicht... Mußt du auch nich!... Aber ändern wirst Du dich müssen, wenn Du was verändern willst... und das fängt zuerst mal bei der Einstellung an.---- Meine Meinung!

Schönen Abend noch
Feuerchen

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Achtsamkeit
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Re: Was ist wirklich hilfreich an einem Psychiater/Therapeuten?

Beitragvon Achtsamkeit » Do 16. Sep 2010, 08:29

Hallo PetraS

du könntest deine Kunst hier reinstellen. Frage Herrn Engels, bezw. maile ihn Fotos deiner Kunst und dann werden die Fotos evtl. unter der Rubrik Ausstellungen einen Platz finden.

Grüße Achtsamkeit
Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen der einem das Gesicht leckt!

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Feuerchen
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Re: Was ist wirklich hilfreich an einem Psychiater/Therapeuten?

Beitragvon Feuerchen » Do 16. Sep 2010, 16:41

Hallo Petra S....

Der Unterschied zwischen Dir und Mir ist der, daß ich Dir nichts Schlechtes wünsche!

Im Übrigen hab ich auch mein Päckchen zu tragen ! Das laß Dir gesagt sein... Ich kämpfe auch mit Krankheit und das schon über acht Jahre, und auch ich bin auf der Suche nach Verbesserung! Ich bin auf Grund meiner Krankheit Teilberentet und verdiene auch nicht den Haufen... Und noch was , ich bin im gleichen Alter wie Du... sehe aber nicht so schwarz!....Auch ich habe keinen Mann an meiner Seite... Aber ich sehe es gelassener an, als Du! Denn ich versuche das Gute im Leben zu sehen. Wenn ich nur das Schlechte in meinem Leben sehen würde, würde ich heute nicht mehr leben.

Und noch was... ignoriert habe ich dich überhaupt nicht... Ich habe Dir ja geantwortet, obwohl mir schon klar war, dass Du meine Sichtweise wieder nicht hören willst, und Dich nicht besinnst, was ich Dir eigentlich vermitteln will. - Du wieder alles ablehnst. Man muß bei SICH anfangen... Nicht bei den anderen!!!...

Im Übrigen wirst Du ausfallend, und beschimpfst, und verwünscht einen, wenn man anderer Meinung ist... Ich habe meine Gefühle und meine Meinung dargestellt.... Mehr nicht... Das empfinde ich als "schlechten Charakterzug" bei Dir und zeigt wiederum Dein Abwehrverhalten gegenüber anderen Meinungen als der Deinen.

Du klingst sehr frustriert (was auch berechtigt sein kann) ,läßt aber Deinen ganzen Unmut hier raus, schreist nach Hilfe . Aber wenn man Dir antwortet kommt wieder Unmut und Ablehnung und das gebetsmühlenartige "das bringt nichts," und "Du kannst nicht mehr". Das frustriert die Leser genauso... Du könntest ja auch mal sagen, - Darüber denk ich nach......

Sag mir doch bitte, wie wir hier Dir virtuell helfen sollen... Das ist unmöglich... Das einzige was wir hier tun können ist dir hier "zulesen" und evtl unsere Meinung kund tun. Mehr auch nicht. Und das haben hier schon einige getan. Trotzdem sagst Du, hier hilft man dir auch nicht. - Wir können Dir doch nicht Dein Leben verändern! Was erwartest Du?????- - - Frag Dich doch mal das selber....

Und bei den Therapeuten gehst Du mit einer Erwartungshaltung rein, sie sollen Dir helfen, zuhören, Empathie zeigen.
Aber ich bin mir sicher, sie haben zugehört... sie wollen dir helfen... sie wollen sich einfühlen = empathisch sein. Aber ich denke, Du erwartest eine Lösung, die es vielleicht gar nicht gibt. Die können ja auch nicht hexen....

Meine Meinung....
Schönen Tag
Feuerchen

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Re: Was ist wirklich hilfreich an einem Psychiater/Therapeuten?

Beitragvon margitaloisia » Do 16. Sep 2010, 18:05

hallo petraS
wenn ich so lese was du von dir gibst, wundert es mich nicht, daß dir keine freunde geblieben sind , und noch nicht mal therapeuten etwas mit dir anziufangen wußten. mfg

cake
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Re: Was ist wirklich hilfreich an einem Psychiater/Therapeuten?

Beitragvon cake » Do 16. Sep 2010, 20:32

ich sagte: hilfreich ist empathie und ich kenne keinen th., der empathisch ist. habe keinen kennen gelernt. viele jahre nicht. was ich alles vorgesetzt habe bekommen von th., kann man oben nachlesen.
hilfe war dsa nicht. im gegenteil, ich würde mich als therapiegeschädigt einstufen.
Vielleicht vergißt Du jetzt mal die Vergangenheit, und schaust in die zukunft.
Was interessiert Dich so penedrant die gewesenen Therapeuten? :-k :-k
es geht doch darum, dass Du weiter kommst.

Mich würde hier nun auch die Meinung eines Therapeuten/ Psychologen interessieren. :wink:
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silbo
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Re: Was ist wirklich hilfreich an einem Psychiater/Therapeuten?

Beitragvon silbo » Fr 17. Sep 2010, 09:58


es ging hier auch nicht um hilfe, von den usern hier, sondern darum was th. hilfreiches tun können für patienten.
das war hier das thema.
ich sagte: hilfreich ist empathie und ich kenne keinen th., der empathisch ist. habe keinen kennen gelernt. viele jahre nicht. was ich alles vorgesetzt habe bekommen von th., kann man oben nachlesen.
hilfe war dsa nicht. im gegenteil, ich würde mich als therapiegeschädigt einstufen.

habe nie jem. kennen gelernt, der mich so unterstützt hätte, obwohl das die aufgabe dieser menschen ist - sie kriegen das sogar gut bezahlt.
sie sind noch nicht mal empathisch.
darum ging es. MIR.
Hast du das was du von den Therapeuten einforderst? Wenn ich deinen Umgang mit den Menschen hier so betrachte wo etliche versucht haben dir zu helfen du dich aber keinen Deut auf die Hilfestellungen einfühlst, wärst du gar nicht in der Lage einen empathischen Menschen als solchen zu erkennen. Wenn du meinst, dass ein empathischer Therapeut dich in dem bestätigt, was du denkst und fühlst und dich in deinem Sumpf belässt, wirst du nie jemanden finden. Diese sind doch gerade dazu da, dir neue Sichtweisen zu ermöglichen, nicht weil er deine nicht versteht sondern weil deine für dich schädlich sind.
Mittlerweile glaube ich sogar fast dass du ein fake bist, so benimmt sich kein Mensch, der meint Hilfe anderer dringend zu bedürfen.

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Re: Was ist wirklich hilfreich an einem Psychiater/Therapeuten?

Beitragvon Franz Engels » Fr 17. Sep 2010, 14:05

Hallo PetraS
Ein Therapeut MUSS erst mal einfühlsam sein und mich bestätigen. Ich brauche das. Ohne vertraue ich nicht.
Ich meine, ein Therapeut muss versuchen, erst mal einfühlsam zu sein. Dass das für Sie wichtig ist, steht ausser Frage. Aber "Einfühlsamkeit" funktioniert ja nicht wie "Nagel in die Wand schlagen". Und selbst einen Nagel kriegen Sie mit noch so viel Begabung und Können nicht in jede Wand...
An mir wurde mein ganzes Leben lang rumgezerrt und gezogen und ich wurde in Richtungen gepresst, die ich nicht wollte, DAMIT IST JETZT VORBEI!!! Ich lasse mich nicht mehr von IGNORANTEN und IDIOTEN, die meinen, alles besser zu wissen, bevormunden.
Das ist ein völlig berechtigter Anspruch. Aber Sie sollten prüfen, ob ein Therapeut, dem es nicht gelingt, Ihren Bedürfnissen zu entsprechen, deshalb automatisch ein Ignorant oder ein Idiot ist. Mag es auch geben, aber es ist sicher wichtig, dass Sie da genau hinschauen, bevor Sie Dinge aus der Vergangenheit mit Heute verwechseln. Solange Sie das tun und so heftig dabei auf Abwehr gehen, kann Ihnen nämlich vermutlich niemand helfen.
Oberste Grundregel für Therapie ist m. Erachtens nicht: "Wie veränder ich jetzt den Patienten möglichst schnell", sondern die sog. "klientenorientierte Psychtherapie n. Carl Rodgers", die den Patienten erst mal so belässt, wie er ist, sich am Patienten und seinen Ressourcen orientiert
Das ist die Theorie, die ich auch schön finde und nach Möglichkeit anwende.
Aber Sie sind ja mit Ihren eigenen Ressourcen nicht weiter gekommen und haben vermutlich deshalb Hilfe gesucht. Diese Hilfe kann ja nur darin bestehen, dass der Therapeut sie mit neuen Ideen, Vermutungen, Vorschlägen konfrontiert bzw. dass Sie sich im Laufe der Therapie neuen Erkenntnissen öffnen. Ein ganz wesentlicher Teil der Therapie wird vermutlich genau darin bestehen, dass Sie lernen müssen, Dinge, die Ihnen nicht passen nicht sofort und in der hier gezeigten Heftigkeit abzulehnen, sondern sich damit auseinanderzusetzen und dann in Ruhe zu entscheiden, was für Sie passt und was nicht. Wie gesagt, die Wand muss auch passen, damit jemand einen Nagel hineinbringt...

Freundliche Grüsse
Franz Engels
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Re: Was ist wirklich hilfreich an einem Psychiater/Therapeuten?

Beitragvon Franz Engels » Fr 17. Sep 2010, 17:00

Dinge, die mir passen, können sich also nur auf Neues beziehen - es gibt aber nichts neues. Was soll das denn sein? Weiter machen? Weiter Geduld haben? Oder mal ganz was anderes? Mir mein Arm-sein schönreden? Mein alleinsein schönreden?
Schönreden ist sicher keine gute Option. Weiter Geduld haben ist sicher ein viel besserer Ansatz. Das würde auch Ihrem jeweiligen Therapeuten mehr Raum geben, mit Ihnen weiterzugehen und Neues zu wagen.
Was das Neue sein soll, kann sich vermutlich niemand vorstellen, bevor es sich nicht plötzlich oder allmählich einstellt. Es ist auch von therapeutischer Seite schwer zu vermitteln, wie genau Therapie "funktionieren" kann, weil man ja über eine Erfahrung spricht, die sich im Laufe der Zeit erst ergeben kann und zu Beginn noch nicht existiert. Vor allem weiss kein Therapeut der Welt schon zu Beginn des Weges, was für Sie der richtige Weg ist (Wenn Ihnen jemand so etwas erzählt, sollten Sie gleich weiterziehen!). Genau das, also was für Sie hilfreich sein könnte, müssen Sie gemeinsam mit Ihrem Therapeuten herausfinden. Es ist absolut verständlich, wenn ein Patient an diesem Problem, an der Ungewissheit verzweifelt, aber das hilft eben leider weder ihm noch dem Therapeuten bei der gemeinsamen Arbeit.
Sicher ist, dass es viele Patienten gibt, also "Leidensgenossen" von Ihnen, die Therapie und therapeutische Beziehung als hilfreich erlebt haben und die Erfahrung von "Besserung" kennen. Es gibt sie also! Dass Sie sie noch nicht gefunden haben, ist natürlich sehr schade. Aber mir fällt im Moment kein besserer Rat ein als "Geduld haben" und natürlich genau darüber mit dem Therapeuten zu sprechen: wie Therapie und therapeutische Veränderung funktionieren kann, woran Sie merken könnten, dass Sie sich auf dem richtigen Weg befinden.

Freundliche Grüsse
Franz Engels
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Re: Was ist wirklich hilfreich an einem Psychiater/Therapeuten?

Beitragvon cake » Fr 17. Sep 2010, 17:19

Na ja, gut, dem stimme ich auch zu, allerdings lag die Abwehr durchaus auf der anderen Seite, als bei diversen Therapeuten - bis auf die eine Verhaltenstherapeutin, mit der ich aber dauerhaft auch nicht klarkam, weil sie zuviel an mir rumzerrte, Veränderungen wollte, unpassende Vergleiche machte u.v.mehr. Sie brachte sichtbar überhaupt keine Empathie rüber. Es muss wohl viel E. da gewesen sein, bei ihr, denn meinen Lebenslauf hat sie nicht geschafft, zu lesen, der "zöge sie angeblich so runter".
Davon hab ich aber nix. Im Gegenteil, ich hab das als Ablehnung gesehen, dass sie den nicht gelesen hat.
Petra, ich von aussen, und von dem was ich alles gelesen habe- meine durchaus sagen zu können-, dass es auf mich so wirkt, wie wenn auch Du auf Abwehr gestriegelt warst. ( sicherlich unbewußt, aber dennoch habe ich das so wahr genommen).
Ein Therapeut braucht natürlich Empathie, aber nicht über alle Maßen- denn auch Er ist ein Mensch und muß mit seinen Kräften haushalten, Genau wie du und ich. :wink: und in eine Sackgasse läuft nun sicher niemand freiwillig und langfristig oder?
Veränderungen willst du selber doch auch oder? Warum wirfst Du das nun einer Therapeutin vor?
Dass jemand mit dir arbeiten will, und nicht von vorne herein Deinen Lebenslauf lesen will, dafür habe ich irgendwie Verständnis, denn das verfälscht die neutrale Wahrnehmung von Dir - im Hier und Jetzt-und wo Du Dich in dem Moment bewegen willst. Oder eben auch nicht.
Dinge, die mir passen, können sich also nur auf Neues beziehen - es gibt aber nichts neues. Was soll das denn sein?
Ja, und das ist es, was Dich immer auf der Stelle treten lässt. Du solltest Altes vielleicht wieder neu probieren.
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Re: Was ist wirklich hilfreich an einem Psychiater/Therapeuten?

Beitragvon sky » Fr 17. Sep 2010, 17:33

hallo,

mir fiel gerade eine schöne kurzgeschichte dazu ein :
Die leere Tasse...

Eines Tages kam eine Schülerin zum Meister. Sie hatte schon so viel von dem weisen Mann gehört, dass sie unbedingt bei ihm studieren wollte. Sie hatte alle Angelegenheiten geregelt, ihr Bündel geschnürt und war den Berg hinauf gekommen, was sie zwei Tage Fußmarsch gekostet hatte.
Als die junge Frau beim Meister ankam, saß der im Lotussitz auf dem Boden und trank Tee. Sie begrüßte ihn überschwänglich und erzählte ihm, was sie schon alles gelernt hatte. Dann bat sie ihn, bei ihm weiterlernen zu dürfen.
Der Meister lächelte freundlich und sagte: "Komm in einem Monat wieder."
Von dieser Antwort verwirrt ging die junge Frau zurück ins Tal. Sie diskutierte mit Freunden und Bekannten darüber, warum der Meister sie wohl zurückgeschickt hatte. Einen Monat später erklomm sie den Berg erneut und kam zum Meister, der wieder teetrinkend am Boden saß.
Diesmal erzählte die Schülerin von all den Hypothesen und Vermutungen, die sie und ihre Freunde darüber hatten, warum er sie wohl fortgeschickt hatte. Und wieder bat sie ihn, bei ihm lernen zu dürfen.
Der Meister lächelte sie freundlich an und sagte: "Komm in einem Monat wieder."
Dieses Spiel wiederholte sich einige Male. Es war also nach vielen vergeblichen Versuchen, dass sich die junge Frau erneut aufmachte, um zu dem Meister zu gehen. Als sie diesmal beim Meister ankam und ihn wieder teetrinkend vorfand, setzte sie sich ihm gegenüber, lächelte und sagte nichts.
Nach einer Weile ging der Meister in seine Behausung und kam mit einer Tasse zurück. Er schenkte ihr Tee ein und sagte dabei: "Jetzt kannst du hier bleiben, damit ich dich lehren kann. In ein volles Gefäß kann ich nichts füllen."

(Quelle : unbekannt)
viele grüße, sky
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Re: Was ist wirklich hilfreich an einem Psychiater/Therapeuten?

Beitragvon cake » Fr 17. Sep 2010, 20:16

So baut man kein Vertrauen auf! Anfangs hatte ich in sie sehr viel Vertrauen, aber als es ans "eingemachte", d.h. in die Tiefe ging,[/color
]
Ok, das wissen wir nun auch nicht.
Aber ich vermute, dass da eventuell was stilles-schlimmes sein könnte.
Ok- lass mich mal meine wirren Gedanken zu Dir aufschreiben- ich betone kann alles komplett Quatsch sein.
Ich geh jetzt in die Offensive.
So-stell ich mir Dich in Deiner Enwicklung vor- es ist REINE SPEKULATION-Ich betone das-also nicht gegen mich verwenden :wink:
-Aufgewachsen in einer Familie, in dem es ein sehr dominantes Elternteil gab
- Völlige Verständnislosigkeit für Deine Gefühle
-schlechte Erlebnisse
-schulische Schwierigkeiten-etwas verträumter
-kein Selbstvertrauen-Urvertrauen
-Einzelkind
-Heirat mit narzisstischem Mann- ein nach aussen wichtiger Darsteller, Du hast geglaubt dadurch wird alles besser
-Schwierigkeiten-den oder überhaupt Fehler eingestehen zu müssen.-(es passiert :wink: )
-Immer auf Vertrauenssuche und Hilfe
-Leere nie füllen können
-Humor verloren-oder nie richtig gehabt.
-mit der Zeit Resignation-Selbstmitleid-dann Wut.

DANN STILLSTAND :sad:
Mir mein Arm-sein schönreden?

Nein, Du willst in den Arm genommen werden.
Das ist das Ziel- nicht wahr?
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cake
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Re: Was ist wirklich hilfreich an einem Psychiater/Therapeuten?

Beitragvon cake » Fr 17. Sep 2010, 21:21

Heute hab ich Angst, mich abzugrenzen - Verlustangst - aber ich muss es.
Aber nicht das eine, noch das andere Extrem :???:
Aber mangelndes Urvertrauen kriegt man eh nicht mehr repariert.
Doch- such in Dir-aber weich und nicht voll Wut.
Schönes neues Bild hast du, cake.
Ich werde bald wieder wie ein Schaf über Hürden springen Petra und ich tu es gerne- das hab ich wegen einer anderen ganz lieben Userin hier gemacht.
Sie kriegt Ihren Lieblinggsavatar nicht hier rein.
Ich werde H. Engels bitten das zu tun.
Dieser ist es nicht.
Das war Test. :wink: :wink:
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