Sammlung: "gesicherte" Erkenntnisse mit Quellenang

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Franz Engels
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Sammlung: "gesicherte" Erkenntnisse mit Quellenang

Beitragvon Franz Engels » Mo 16. Aug 2004, 09:29

Hallo zusammen,

wegen der steigenden Besucherzahl und den inzwischen vielen wegweisenden Beiträgen möchte ich einmal etwas wagen: In diesem Thread soll einfach nur gesammelt werden. Alle "wissenschaftlich belegbaren" Erkenntnisse über Psychiatrie und Psychotherapie sowie relevante Grundlagenfächer (z. B. Neurologie, Neuropsychologie, Biologie etc.), die Ihnen über den Weg laufen, gehören hier hinein, immer versehen mit Quellenangabe bzw. Fundstelle. Es kann sich auch um Zitate handeln aus der Fachliteratur.

Ich bitte Sie ganz herzlich um Ihre Mitarbeit bei der Zusammenstellung der Informationen. Sie dürfen hier ganz regellos vorgehen und müssen nicht Bezug nehmen auf vorherige Postings. Diskutieren dürfen Sie an allen anderen Orten im Forum, aber nicht hier, denn hier wird nur gesammelt! Also einfach nur Bruchstücke aneinanderreihen, okay? Alles andere wird gnadenlos gelöscht... :twisted:

Danke für Ihre Mitarbeit und freundliche Grüsse

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kayo
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Abilify Studie

Beitragvon kayo » Di 17. Aug 2004, 09:23

Hi zusammen,

der Link führt zu einem Artikel der Ärztezeitung über Abilify. Dieser berichtet unter anderem über eine Studie:

http://www.aerztezeitung.de/docs/2004/0 ... izophrenie

Gruss Kay
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Biene
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Psychopathen machen Karriere !

Beitragvon Biene » Di 31. Aug 2004, 11:34

Am 28.08 04 stand in der Märkischen Allgemeinen folgender Artikel:



Viele Psychopathen machen Karriere

Stockholm. Ist Ihr Chef eine charmante und gut erzogene Führungspersönlichkeit, die schnurstracks die Karriereleiter hinaufklettert? Falls ja, könnte er ein Psychopath sein, wie US-Psychologen jetzt herausgefunden haben wollen.
Forschungen hätten ergeben, dass nicht alle Psychopaten brutale Killer seien, sagte der US-Wirtschaftspsychologe Paul Babiak auf einen europäischen Wissenschaftskongress in Stockholm. Vielmehr arbeiten viele in allen möglichen Berufszweigen und machen Karriere.“ Psychopathen sind häufig liebenswürdig, haben Selbstbewusstsein und stehen auf Geld, macht und Sex. Weil sie sich gut ausdrücken können, denkt jeder, sie hätten Visionen und wären zur Unternehmensführung geeignet.“
Hinzu kommt nach Babiaks Ansicht, dass Psychopathen oft ganz bewusst eingestellt werden – bedarf die heutige Geschäftswelt doch oft gewissenlose Chef, die vor harten, schnellen Entscheidungen nicht zurückschrecken. „Ein Psychopath hätte keine Skrupel, einen ganzen Betrieb zu schließen.“
Langfristig aber ist ein Psychopath ein Problem für eine Firma, wie Babiak betont „ Sie sind ungeeignet für die tägliche Routine arbeit und nutzen die anderen Angestellten aus.“
Der Psychologe warnte davor, dass die zahl der Psychopathen in unternehmen in den kommenden Jahren ansteigen werde.

Wir sollten unsere Chefs wohl mal näher betrachten ...nur was ändert sich dann für uns ???????
Aber es ist doch schön zu wissen das auch psychisch kranke Menschen Chancen in der Arbeitswelt haben ...und anscheinend keine geringen !!!

Biene

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Grobser
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Neurologie - Epilepsieforschung:

Beitragvon Grobser » Do 7. Okt 2004, 18:25

zitiert aus: TECHNOLOGY REVIEW – September 2004

Der Körper zuckt, aus dem Mund tritt Schaum und das Bewusstsein trübt sich: ein Krampfanfall. Epilepsie ist eine der häufigsten Krankheiten des zentralen Nervensystems, allein in Deutschland leiden etwa 600 000 Menschen an ihr – sie ereilt also rund ein Prozent der Bevölkerung im Lauf des Lebens. Bislang glaubten viele Forscher, dass die dafür verantwortlichen elektrischen Impulse des Gehirns hauptsächlich durch Übertragungsfehler an den Synapsen entstehen, den Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Womöglich waren sie auf der falschen Fährte. Ende Juli veröffentlichte eine Gruppe von Wissenschaftlern aus den USA, Frankreich und Deutschland in der Zeitschrift „Science“ (Bd. 305 S. 532) die Ergebnisse einer Studie an Ratten, welche die Ursache für Epilepsie anderswo lokalisieren: innerhalb der Neuronen selbst ist die Signalweitergabe gestört.

Heinz Beck, Epileptologe an der Universität Bonn und Mitautor der Studie, fasst deren Ergebnisse zusammen: „Die Nervenzellen der Ratten haben nicht nur eine geringere Dichte an Kaliumkanälen, sondern die vorhandenen sind obendrein weniger aktiv.“ Diese von Beck und Kollegen identifizierten Poren der Zellwand, die sogenannte Kv4.2-Kanäle, befinden sich vorwiegend an den Dendriten, den tintenfisch-ähnlichen „Tentakeln“ der Nervenzellen, die erregende Signale von Nachbarzellen empfangen. Strömt weniger Kalium in die Zellen ein, weil der Kanal nicht richtig funktioniert, kommt es zu einer mangelnden Signaldämpfung. In der Folge steigt die Erregbarkeit der Zellen.

Diese krankmachende Überempfindlichkeit lässt sich – zumindest bei den untersuchten Ratten – durch spezifische Wirkstoffe hemmen: Die Signalantwort der Nervenzellen normalisiert sich, sobald die Kaliumkanäle wieder besser arbeiten. Ob allerdings eine solche Therapie auch beim Menschen Erfolg hat, ist bisher vollkommen unklar. Wir wissen nicht einmal, ob diese Kaliumkanäle bei Epileptikern überhaupt eine Rolle spielen“, sagt der Bonner Forscher Beck. Doch darüber sollen demnächst Untersuchungen an Gewebeproben von Patienten mit Krampfanfällen Aufschluss geben. Das nötige Zellmaterial könnte im Rahmen von Gehirnoperationen gewonnen werden. Spricht nämlich ein Epileptiker auf gar kein Medikament mehr an, hilft manchmal nur noch ein neurochirurgischer Eingriff, bei dem krankmachende Nervenbahnen durchtrennt werden.

Sollte sich die Bedeutung der Kaliumporen auch beim Menschen bestätigen, müssten mehrere hundert Substanzen in Zellkulturen darauf getestet werden, ob sie die Funktion des Kv4.2-Kanals beeinflussen. Erst wenn ein Erfolg versprechender Wirkstoff gefunden ist, der zugleich hinreichend wenige Nebenwirkungen erwarten lässt, wird mit Studien am Menschen begonnen. „Ich erhoffe mir, dass wir uns auf diese Weise Substanzen heranzüchten können, die gerade Menschen helfen, die bisher nicht gut auf herkömmliche Antiepileptika angesprochen haben“, sagt Beck.

Darauf setzt auch der Neuropädiater Karl Bentele von der Universitäts-Kinderklinik in Hamburg: „Jeder Ansatz, der die Epilepsie gezielter behandeln kann, ist uns willkommen.“ Denn nicht selten legen herkömmliche Epilepsie-Medikamente das Gehirn therapierter Kinder komplett lahm, was deren Entwicklung beeinträchtigen kann. – Achim Wüsthof


Sanne

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Therapie von Depressionen

Beitragvon Franz Engels » Mi 24. Nov 2004, 13:19

Langzeitstudie: kognitive Verhaltenstherapie zur Prävention wiederkehrender Depressionen

Eine kognitive Verhaltenstherapie im Anschluss an eine medikamentöse Behandlung von wiederkehrenden Depressionen verbessert das Langzeitergebnis einer antidepressiven Therapie. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Abteilung für Psychologie an der Universität in Bologna, Italien. Dafür untersuchten Forscher 40 Patienten mit immer wieder auftretenden schweren Depressionen, die alle erfolgreich mit Antidepressiva behandelt worden waren. Unter randomisierten Bedingungen wurden die Patienten in zwei Gruppen eingeteilt. Die Teilnehmer der einen Gruppe erhielten eine ihren Beschwerden entsprechende kognitive Verhaltenstherapie, unterstützt durch gezielte Veränderungen der Lebensgewohnheiten und allgemeine Behandlungen für deren Wohlbefinden. Die andere Gruppe wurde lediglich klinisch betreut. In beiden Gruppen wurden während der Studie die Antidepressiva ausschleichend abgesetzt. Alle Patienten wurden unter diesen Bedingungen für sechs Jahre nachbeobachtet. Während dieser Zeit bekamen sie keinerlei medikamentöse antidepressive Therapie, außer es traten Rückfälle der depressiven Beschwerden auf. Die Analyse der Daten zeigte, dass Patienten, die eine kognitive Verhaltenstherapie erhielten, eine wesentlich geringere Rückfallquote aufwiesen als die Vergleichsgruppe. So traten in der konventionell behandelten Gruppe bei 90 Prozent aller Teilnehmer Rückfälle auf, in der Gruppe mit Verhaltenstherapie waren es lediglich 40 Prozent. Auch in der Auswertung von multiplen Rückfällen schnitt die Gruppe mit kognitiver Verhaltenstherapie deutlich besser ab. jpo

Abstract aus "American Journal of Psychiatry" 2004 Oct;161(10):1872-6
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Grenzenlos
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"Medizin der Emotionen" aus Frankreich

Beitragvon Grenzenlos » Di 21. Dez 2004, 21:16

In der Frankfurter Rundschau vom 18. Dezember 2004 las ich den folgenden Artikel:

Das Herz fühlen
VON HANS-HELMUT KOHL UND PETRA MIES (PARIS)
über den französischen Psychiater David Servan-Schreiber und seine "Medizin der Emotionen".
Der Artikel ist nachzulesen unter:
http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachr ... cnt=607338

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Franz Engels
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Wirksamkeit psychoanalytisch orientierter Therapie

Beitragvon Franz Engels » Mo 17. Jan 2005, 20:28

(ukg) Dass die psychoanalytisch orientierte Therapie bei der Behandlung einer Vielzahl psychischer Krankheiten wirkt, ist jetzt wissenschaftlich belegt. Dies haben Göttinger Forscher um Prof. Dr. Falk Leichsenring und PD Dr. Eric Leibing in einer hochwertigen Meta-Analyse ermittelt. Darüber hinaus haben sie nachgewiesen, dass die psychoanalytisch orientierte Therapie ebenso wirksam ist wie Verhaltenstherapie. Die Wissenschaftler leiten die Arbeitsgruppe Psychotherapie-Forschung der Abteilung Psychosomatik und Psychotherapie des Bereichs Humanmedizin der Universität Göttingen und des Niedersächsischen Landenskrankenhauses Tiefenbrunn. In ihrer neuen Meta-Analyse werteten die Forscher methodisch hochwertige Studien über die Wirksamkeit psychoanalytisch orientierter Therapien zusammenfassend aus. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Dezember-Ausgabe der international renommierten Zeitschrift "Archives of General Psychiatry" veröffentlicht (www.archpsyc.ama-assn.org). (Anm. genaue Quelle: Meta-Analyse in den Archives of General Psychiatry (2004; 61: 1208-1216).


Eine Publikation in den "Archives of General Psychiatry" ist ein besonderer Qualitätsausweis, denn die Zeitschrift besitzt den höchsten "Impact-Faktor" in den Fachgebieten Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Psychologie. Das bedeutet, dass Beiträge dieser Zeitschrift weltweit am häufigsten in der Fachwelt zitiert werden. Nur wenigen Forschern aus dem deutschsprachigen Raum ist es in den letzten Jahren gelungen, ihre Studien in dieser Zeitschrift zu publizieren.

Das Ergebnis einer Meta-Analyse hängt erheblich von der Qualität der einbezogenen Studien ab. Prof. Leichsenring und seine Kollegen haben deshalb in ihre Meta-Analyse nur solche Studien aufgenommen, die hohen methodischen Anforderungen genügen. Dies sind insbesondere randomisierte und kontrollierte Studien, bei denen die Patienten per Zufall den verschiedenen Behandlungen oder Kontrollgruppen zugewiesen werden. Außerdem durfte in den Studien nur jeweils ein spezifisches Krankheitsbild behandelt werden.

Nach den Ergebnissen von Leichsenring und Leibing hilft die psychoanalytisch orientierte Therapie unter anderem bei Patienten mit Angststörungen, depressiven Störungen, post-traumatischen Belastungsstörungen, Essstörungen (Anorexie und Bulimie), Suchterkrankungen (wie Opiat-Abhängigkeiten), Persönlichkeitsstörungen (wie der Borderline-Persönlichkeitsstörung) sowie bei somatoformen Störungen (das sind körperliche Beschwerden ohne ausreichende organische Erklärung). Die Therapie verringert die Symptome dieser Krankheiten sowie mögliche Begleitsymptome stark. Dies gilt auch für die mit den psychischen Erkrankungen verbundenen sozialen Beeinträchtigungen im Berufs- und Privatleben. Die Therapieerfolge nehmen sogar nach Ende der Therapie weiter zu. Patienten, die gar nicht behandelt werden oder eine psychiatrische Standardbehandlung erhalten haben, zeigen dagegen einen deutlich geringeren Therapieerfolg. Psychoanalytisch orientierte Therapie erwies sich nach den Ergebnissen der Metaanalyse außerdem als ebenso gut wirksam wie beispielsweise Verhaltenstherapie.

Frühere Meta-Analysen der Autoren belegten bereits, dass die psychoanalytisch orientierte Therapie und die Verhaltenstherapie bei der Behandlung depressiver Störungen gleichermaßen wirksam sind. Darüber hinaus hat sich die psychoanalytisch orientierte Therapie als besonders wirksam bei der Behandlung von Patienten mit Persönlichkeitsstörungen erwiesen.

Derzeit untersucht die Göttinger Forschergruppe die Behandlung von Patienten mit Generalisierter Angststörung. Die Betroffenen machen sich über alles und jedes Sorgen und sehen überall Katastrophen auf sich zukommen. Die Studie vergleicht den Erfolg der psychoanalytisch orientierten Therapie mit dem der kognitiven Verhaltenstherapie. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Die bisher vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass auch bei der Generalisierten Angststörung beide Therapieformen gleich gut wirksam sind.

Weitere Informationen:

Georg-August-Universität Göttingen - Bereich Humanmedizin
Abt. Psychosomatik und Psychotherapie
Prof. Dr. Falk Leichsenring
von-Siebold-Str. 5
37075 Göttingen
Tel.: 0551/39 - 6707
Fax: 0551/39 - 4592
fleichs@gwdg.de


URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news96977
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Beitragvon kayo » So 23. Jan 2005, 19:48

Hallo,

ich persönlich kann an meiner eigenen Person feststellen, dass meine Psychotherapie langsam immer besser wirkt. Allerdings ist eine ganze Menge Eigeninitiative verlangt, wie bei allen Dingen, in denen man was erreichen will.

Meine depressiven Phasen sind von Angstzuständen über mehrere Stunden (von 1994-2003) zu Kreislaufproblemen und leichten kurzen, etwa ein paar Minuten anhaltend, Ängsten vor dem Alleinsein 'zusammengeschrumpft'. Das hätte ich noch vor einiger Zeit nicht zu hoffen gewagt.

Mein Selbstbewusstsein ist auch stark angestiegen aber nicht mehr so überdreht.

Grüße Kay

P.S.: Ich weiß nicht ob es hierher gehört, habe es einfach mal hingeschrieben.
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Wirksamkeit von Kurzzeit-Psychotherapie

Beitragvon Franz Engels » Di 15. Feb 2005, 08:51

Nach einer Meta-Analyse von 17 internationalen Studien zu psychoanalytisch orientierten Kurzzeit-Psychotherapien (16-30 Sitzungen) fanden Professor Falk Leichsenring und Privatdozent Dr. Eric Leibing (Göttingen) anhaltende Verbesserungen der Symptomatik, wobei die Nachbeobachtungszeit 1 Jahr betrug. Unter den behandelten Störungsbildern fanden sich Depressionen, Borderline-Störungen, Suchterkrankungen, Essstörungen und soziale Defizite. Auch in der Zeit nach Abschluß der Behandlung traten bei den behandelten Patienten noch Besserungen auf.

Die Studie findet sich im Dezember 2004-Heft der Archives of General Psychiatry (61, 1208)
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Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und Schizophrenie

Beitragvon Franz Engels » Mo 13. Jun 2005, 11:23

Mit genetischen Forschungen haben Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und der späteren Entwicklung psychotischer Störungen aufgedeckt. Ein internationales Forscherteam identifizierte ein Gen, das in einer bestimmten Form für seine Träger eine fast elffach erhöhte Wahrscheinlichkeit bedeutet, an einer Psychose zu erkranken, wenn sie in ihrer Jugend Cannabis konsumiert haben....http://de.news.yahoo.com/050610/12/4kquz.html
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Beitragvon Heidi » Mo 13. Jun 2005, 12:01

@FE
«Unsere Ergebnisse bestätigen den wachsenden Konsens darüber, dass weder Veranlagung noch Erziehung allein, sondern beide Faktoren zusammen für das Verhalten und den Gesundheitszustand von Personen verantwortlich sind», erklärte der Leiter der Studie, Professor Richie Poulton. «Dies erklärt, warum der Konsum von Cannabis bei bestimmten Personen gravierende Folgen hat, während die meisten Konsumenten keine Schäden davontragen. Wir hatten dafür bereits genetische Ursachen vermutet, aber bis zu den nun vorliegenden Ergebnissen war kein Gen identifiziert worden.»
Daraus schließe ich, dass eine genetische Veranlagung vorhanden sein müßte.
Ich hatte eine drogeniduzierte Psychose im vergangenen Jahr (tägl. Cannabis). Den o.g. Erkennnissen zufolge dürfte ich aber keinen Schaden davon haben dürfen, weil ich, wie meine Geschwister auch, eine schöne Kindheit in liebevollem Elternhaus hatte und in meiner Familie, auch über Generationen hinweg, kein Fall von Schizophrenie bekannt ist. :???:
Oder habe ich diesen Artikel falsch verstanden :???:

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Franz Engels
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Beitragvon Franz Engels » Mo 13. Jun 2005, 13:43

Hallo Heidi
Oder habe ich diesen Artikel falsch verstanden
Ich fürchte ja, diese Verschränkung zwischen genetischen und äußeren Faktoren ist vermutlich komplizierter. Aber genauer könnten es Ihnen sicher die beteiligten Wissenschaftler sagen. Leider sind in dem Artikel keine Namen und weitere Quellen genannt.

Noch ein kleiner administrativer Hinweis: In diesem Thread soll wirklich nur "Material" gesammelt werden. Die Diskussionen dazu können dann der besseren Übersichtlichkeit wegen in einem separaten Thread und in einem anderen Unterforum geführt werden. Sie können sich dort dann ja per Link auf diesen Artikel hier beziehen.

Danke und freundliche Grüße

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Beitragvon Heidi » Di 14. Jun 2005, 08:11

ups....hab ich nicht dran gedacht. Wären Sie dann bitte so nett und löschen die Postings hier? Bild

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Beitragvon Franz Engels » Di 14. Jun 2005, 10:09

Hallo Heidi

Löschen wäre vielleicht nicht so gut, denn Ihre Frage ist ja wichtig (und meine Antwort hoffentlich auch...;-)) Kopieren wir doch lieber den Wortwechsel in einen anderen Thread, bevor wir das hier an dieser Stelle löschen, okay?
Sie müssen natürlich mit dem Kopieren anfangen und dazu einen neuen Thread eröffnen. Dann kann ich meine Antwort dahinter einfügen.
Wie wär's mit: "Fragen zur Sammlung gesicherter Erkenntnisse"?

Freundliche Grüße

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Beitragvon Heidi » Mi 15. Jun 2005, 09:56

So, Befehl ausgeführt! Bild


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