Standortbestimmung: was ist hilfreich?

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Laura
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Re: Standortbestimmung: was ist hilfreich?

Beitragvon Laura » Mo 18. Jul 2011, 23:09

Hallo submarine!

Um Dir helfen zu können, also jetzt meine ich wirklich Hilfe, so dass es Dir dann später gut geht, müsste man hochsensibel sein und ein dickes Fell zugleich haben. Das was im Psychohilfssystem mittels der "professionellen Distanz" und der "asymmetrischen Beziehung" gebastelt wird, was Du aber natürlich durchschaust oder durchschauen würdest.

Bei Dir kreist alles anscheinend nur noch ums Durchschauen, das Böse oder die Bösen zu erkennen und zu benennen. Und Du scheinst davon umzingelt zu sein und alle anderen sind ja nur zu dumm, um die Dinge so zu sehen wie sie sind oder haben einfach nur mehr Glück im Leben gehabt als Du.

Man vergibt sich nichts damit, auch mal was gut sein zu lassen! Negativ denken kann ich auch ganz gut, aber es geht mir dabei nicht gut, auch komme ich mir damit nicht besonders schlau vor.

Ich kenne die Tücken des Psychohilfssystems auch recht gut, auch wenn ich manche Dinge anders akzentuieren würde als Du. Ich kann aber nunmal nicht leugnen, auf welche Menschen und auf welche Institutionen ich angewiesen bin. Gerate ich mal in die Lage, auf den Falschen angewiesen zu sein, dann bin ich mir nicht zu gut, um dem was vorzuschauspielern, wenn er nunmal nur was für devot wirkende Abhängige tut. Das sind Dinge, die bisher immer wieder schnell vorübergegangen sind. Gerate ich an jemanden, wo ich das Gefühl habe, dass er es ganz gut mit mir meint, dann bin ich eine furchtbar liebe und angenehme Klientin, so eine Art Lieblingskind! :wink: Und gerate ich an einen, den ich nicht so hilfreich finde, weiß aber, dass ich dem ausweichen und zum Konkurrenten gehen kann, dann tue ich halt dies.

Ich denke einfach, dass Du vor Ängsten förmlich zerfressen bist und Dich nur so durchs Leben quälst. Deine David-gegen-Goliath-Denke, sofern Du sie hast (kannst sie auch anders als auf biblische Weise formulieren) scheint aber auch nicht ganz hilfreich zu sein, da einfach zu viele Goliaths um Dich herum sind und Du nur zwei Hände hast, selbst wenn Du mehrere Steinschleudern haben solltest.

Ich denke aber immer noch nicht, dass man mit Geld einfach alles lösen kann. Einem Reichen wird es eher abgenickt, wenn er andere beleidigt, als einem Armen. Dennoch benimmt sich ein Armer besser als ein Reicher, wenn er weniger beleidigt.

Viele Grüße und gute Wünsche, dass es Dir irgendwann mal gut gehen wird!

Laura
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fluuu
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Re: Standortbestimmung: was ist hilfreich?

Beitragvon fluuu » Do 21. Jul 2011, 09:43

Hallo,
es gibt nichts heilsameres für die gequälte und schmerzende Seele als der Mut sich auf
Liebesabenteuer einzulassen, ist meine persönliche Erfahrung und die Beobachtung bei vielen Mitmenschen.
Die Beziehung, auch mit sich selbst, ist es was das Defizit lindern kann, ganz universell.
Wer den Mut hat Kontakt aufzunehmen so, dass eine Entwicklung möglich ist kann scheitern,
gibt trotzdem nicht auf und versucht es erneut bis ein Ausgleich entsteht.

Habe noch einen Spruch der ähnlich gelagert ist vom irischen Schriftsteller Samuel Beckett:

"Alles seit je. Nie etwas anderes. Immer versucht. Immer gescheitert. Einerlei. Wieder versuchen.
Wieder scheitern. Besser scheitern."


Ach, nebenbei, bin kein Profi, verdiene mit sozialer Arbeit und Psychotherapie kein Geld
aber verdiene ein wunderbares würdevolles Gefühl etwas sinnvolles zu tun und scheitere dabei.
Geld gibt es für Dienstleistungen im Bereich Grafik und Design sowie von Sponsoren und Mäzenen.
Es ist nicht viel Geld notwendig um das Ziel besser scheitern anzustreben.
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Re: Standortbestimmung: was ist hilfreich?

Beitragvon submarine » Mo 1. Aug 2011, 20:02

hallo
Um Dir helfen zu können, also jetzt meine ich wirklich Hilfe, so dass es Dir dann später gut geht, müsste man hochsensibel sein und ein dickes Fell zugleich haben. Das was im Psychohilfssystem mittels der "professionellen Distanz" und der "asymmetrischen Beziehung" gebastelt wird, was Du aber natürlich durchschaust oder durchschauen würdest.
es würde schon helfen, logisch zu denken und die Wahrheit zu sagen. Und sich überhaupt für Fakten zu interessieren. Bei den Psychoprofis aber sind Fakten und logisches Denken nur Dekoration, darauf lassen sie sich weder ernsthaft ein, noch verfahren sie selber nach den intersubjektiven Gesetzen des Denkens. Und deswegen hat man auch nicht das Gefühl verstanden zu werden. Und wie soll man sich geholfen fühlen, wenn man sich nicht verstanden fühlt ?

OK, der Rentengutachter, der hat einigermaßen sinnvoll geredet. Zugegeben. Die Obdachlosen-Ärztin hatte auch gelegentlich kurze Anfälle sinnvollen Kommunikationsverhaltens, und diese zwei Personen waren auch diejenigen denen ich die Rente zu verdanken habe. Ansonsten stoße ich immer auf "Helfer" die mich, gleichwohl mit beachtlicher Finesse, auf Holzwege führen wollen. Nur dass ich das meistens nicht gleich merke. Und da ist es doch mehr als legitim, seiner Meinung im Indernet Luft zu machen, oder ? Wo wenn nicht hier, wann wenn nicht jetzt ?

Der SpDi-Fritze hatte zwar auch gelegentlich auftretende Schübe logisch wirkenden Denkens, aber im nachhinein stellte ich immer fest, dass er nur gelogen hatte wie gedruckt. Diese "Helfer" reden nur logisch, wenn es ums möglichst überzeugende Irreführen geht. Wenn sie übehaupt logisch klingende Dinge von sich geben, was allerdings die meisten nicht mal versuchen. Vermutlich um sich nicht lächerlich zu machen.
Bei Dir kreist alles anscheinend nur noch ums Durchschauen, das Böse oder die Bösen zu erkennen und zu benennen.
kann gar nich sein, der oder das Böse bin doch ich :mrgreen: Der Mensch ist des Menschen Wolf, egal ob er Medizin studiert hat oder Bäckereifachangestellter ist. Was ist verkehrt daran, die Waffen der anderen zu erkennen und zu schauen, dass man selber seine Rechte wahrt und ggf. verteidigt ? Sicherlich kann man einen Wolf auch streicheln, aber da empfiehlt es sich bewaffnet zu sein, er könnte ja Hunger haben. Ich spreche von Wölfen in der freien Wildbahn.
Man vergibt sich nichts damit, auch mal was gut sein zu lassen!
doch, schon. Dann verjährt es nämlich, und das heíßt dass man seine Rechte freiwillig und für immer weggibt. Meine Grund- und Menschenrechte, ein Fraß für wilde Wölfe ? Wer sagt denn dass die Ärzte meine Freunde sind ? Vielleicht sind sie ja deine Freunde.
Ich meinerseits habe die komische Angewohnheit, mir meine Freunde nach Möglichkeit selber auszusuchen, am liebsten frei.
Ich denke einfach, dass Du vor Ängsten förmlich zerfressen bist und Dich nur so durchs Leben quälst.
früher war ich von Teuroleptika zerfressen und quälte mich mit Nebenwirkungen durchs Leben. Ganz ehrlich, meine Ängste sind mir lieber. Ohne wenn und laber. Richtig arbeiten konnte ich mit Medikamenten auch nicht, und die Zwangsarbeit die ich trotzdem verrichten musste, war Raubbau an Leib und Seele.
Ist es so schwer zu verstehen dass ich da nicht mehr zurück will ? Dass ich alles versuche, um das zu verhindern ? Und dass ich den Menschen, die mir so viel zugemutet haben, kein naives Vertrauen entgegenbringen kann ?

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Re: Standortbestimmung: was ist hilfreich?

Beitragvon submarine » Mo 1. Aug 2011, 20:21

Hallo,
es gibt nichts heilsameres für die gequälte und schmerzende Seele als der Mut sich auf
Liebesabenteuer einzulassen, ist meine persönliche Erfahrung und die Beobachtung bei vielen Mitmenschen.
und ich dachte immer grad da kommen die Schmerzen und Qualen der Seele her. Habe ich von "vielen Mitmenschen" immer wieder hören müssen.
Mein Zitat des Moments stammt von einem großen Denker namens Heino und war an seine Partnerin bzw. Frau gerichtet: "Du hast mir immer geholfen meine Probleme zu lösen, die ich ohne dich gar nicht hätte."
Die Beziehung, auch mit sich selbst
Oh, die Beziehung führe ich seit Jahrzehnten. Aber was willst du uns damit eigentlich sagen ? :-k
Die Beziehung, auch mit sich selbst, ist es was das Defizit lindern kann, ganz universell.
das meinte mein letzter Kumpel auch. Der arbeitete übrigens hauptamtlich als Profi-Zuhälter in Thailand. Zufall ?
Wer den Mut hat Kontakt aufzunehmen so, dass eine Entwicklung möglich ist kann scheitern,
gibt trotzdem nicht auf und versucht es erneut bis ein Ausgleich entsteht.
Frauen sind wie Löcher in einem Sumpf, wenn man zu nah rangeht zieht es einen weg, und wenn man vorher schon ein Problem hatte, hat man hinterher zwei. Außerdem sind Frauen unersättlich, aber nicht unersetzlich, halten sich aber für unersetzlich, weil sie alle nen Knall haben, jedenfalls sobald sie irgendwas von einem wollen. Zeige mir eine Frau die keinen Knall hat und ich zeige dir einen Ameisenhügel mit Zentralheizung.
Ach, nebenbei, bin kein Profi, verdiene mit sozialer Arbeit und Psychotherapie kein Geld
ach so, ich hatte mir schon Sorgen gemacht. Dann geht das ja noch.
aber verdiene ein wunderbares würdevolles Gefühl etwas sinnvolles zu tun und scheitere dabei.
das stimmt.

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Re: Standortbestimmung: was ist hilfreich?

Beitragvon Laura » Di 2. Aug 2011, 05:46

Hallo submarine!

Mit was gut sein lassen, meine ich nicht Dinge, die einen tief verletzt haben. Aber es gibt nicht nur tiefe Verletzungen auf dieser Welt. Gerade wenn man sich eigentlich durchs Leben quält, ist man doch viel mehr darauf angewiesen, auch das Schöne wenigstens erahnen zu können.

Und einen Menschen, der Dir logisch, intellektuell oder sonstwie was voraushätte oder Dir zumindest das Wasser reichen könnte, den würdest Du doch schnell vom Sockel stoßen wollen. Oder bist Du so prima in Deinem Studium mit anderen Menschen zurechtgekommen, sozusagen unter Deinesgleichen?

Meine Meinung über Psychiater und Psychologen ist auch nicht gerade die "einsichtigste", da ich aber jemanden brauche, der mir die Medikamente rezeptiert und mir ab und zu ein Gutachten ausstellt, muss ich mit irgend einem halt doch irgendwie zurandekommen. Die wenigen, mit denen ich auch vertrauensvoll reden könnte, denen ist meine Erkrankungslage, die ich ja selbst als verzwickt erlebe, viel zu heikel. Die gehen mir aus dem Weg, um mich nicht verletzen zu müssen. Das kann ich mal so behaupten, da sie mir auf der Sympathie-Ebene ihre Sympathie eigentlich recht deutlich bekundet haben. Das ist ein wenig das Dilemma bei mir, ich lockere die professionelle Distanz immer wieder auf und dann geht's den Leuten schon zu nahe, also, wenn ich so richtig anfange, auszupacken.

Man sollte meinen, dass ich, die ich ja auch ganz schön in die Negativdenke abgerutscht bin, nur so nach Leuten lechzen würde, mit denen ich mich darin verbünden könnte. Aber nein, wie könnten zwei, die im Sumpf stecken, einander rausziehen? Und bei den positiveren Leuten muss ich mich immer wieder bremsen, denn sonst würde ich die nur runterziehen und dann stünde ich wirklich ziemlich alleine da.

Ach ja, und ganz so ein unerträglicher "Fall" kann ich dann doch nicht sein, mein BW-Betreuer hat nach neun Jahren noch immer nicht das Handtuch bei mir geworfen, ich erzähle ihm ziemlich viel und er will mich nicht zu irgend etwas antreiben, damit er ein "Erfolgserlebnis" hätte, mit dem er sich anderswo brüsten könnte. Das verstehen eher Sozialarbeiter in der Gemeindepsychiatrie, ebenso ein paar andere Psychohelfer, dass Kraftlosigkeit sich ganz anders äußern kann als so manche Psychiater und Psychologen das sehen wollen. Die denken dann eher, die müssten einem nur beim Selbstvertrauen behilflich sein und vergessen gerne, dass es ja letztlich doch immer wieder an der Dünnhäutigkeit scheitert.

Und ein paar wenige Freunde und Bekannte habe ich sogar auch, ziemlich selbst ausgesucht. Da ist auch ein psychisch erkrankter Ex-Arzt drunter, um auf Deine Frage zurückzukommen, ob Ärzte meine Freunde seien. Wie gesagt, weniger wenn sie mir beruflich gegenüberstehen und sich bei mir ganz besonders berufen fühlen, den coolen Arzt rauszukehren. Manchmal passiert es mir, dass ich zu einem anderen Facharzt muss und der will dann, weil ich ja angeben muss, ob und was für Medikamente ich nehme und ich mich nolens volens mit meiner Psychose-Erkrankung outen muss, und der will dann Hobby-Psychiater sein. Dann gebe ich mich einsilbig und der HNO-Arzt oder die Urlaubsvertretung meines Hausarztes bleibt dann doch wieder bei ihren Leisten oder sie reagieren eingeschnappt, weil ich mich so gar nicht danach verzehre, mich bei einem Wildfremden und Fachfremden auszuheulen. Mein mir liebster nichtpsychiatrischer Facharzt ist ausgerechnet mein Zahnarzt! Der quasselt nicht viel, will mir nicht die allerteuersten Zahnfüllungen andrehen und kann damit leben, wenn ich eine bestimmte Rechnung in Raten abstottern muss.

Ja, und um noch was Positives reinzubringen: Wer "weitergebracht" werden will, für denn mag's halt ein Psychotherapeut sein. Wer einfach keine Kraft mehr hat, schätzt dann andere Psychoberufsgruppen, die einen eher so nehmen, wie man ist. Was könnte schließlich auch hilfreicher für jemanden sein, der sich im Grunde genommen sowieso permanent abgelehnt sieht und der der Kritik und auch der Selbstkritik schon so reichlich genossen hat, dass es dann auch ruhig mal wieder nette Worte sein dürfen. Hier spreche ich von mir und was ich herausgefunden habe, was mir gut tut, was mir früher aber auch suspekt vorgekommen wäre.

Viele Grüße

Laura
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Re: Standortbestimmung: was ist hilfreich?

Beitragvon fluuu » Di 2. Aug 2011, 09:26

Hallo,
das ist alles schön und gut, das Jammern auf hohem Niveau bringt vielleicht hier und da etwas Mitleid ein
aber es ist alles Augenwischerei und Feigheit vor den tatsächlichen Gemütsqualen.
Natürlich bringen die zwischenmenschlichen Beziehungen die meisten Probleme in der Seele,
genau deshalb liegt dort die Aufgabe der Auseinandersetzung und nicht sich ausschließlich
Tieren, Blumen, Schmuck, Puppen und anderen schönen Dingen zuzuwenden die einen vom Mensch sein
und dessen Gefühl im Umgang miteinander abbringen.
Das Zwischenmenschliche bringt die größte Befriedigung und macht die meisten Qualen.
Wie nun damit umgehen?
Weg lassen oder sich blind in alles stürzen was extrem ist?
Nonne oder Hure?
Als Mann geht es mir genauso und da ist meine Erfahrung, der Versuch Ausgleich zu schaffen
ist die heilsamste Methode, Abenteuer und Scheitern ja aber nicht wenn der Untergang
vorprogrammiert ist wie z.B. bei Menschen mit Borderline-Syndrom oder Süchten.
Das sind Menschen die sich nicht selbstständig am Leben erhalten können ohne Abhängigkeiten
und dabei Andere in ihren Sumpf hineinziehen.
Menschen die nur existieren können indem sie sich selbst und Andere zu seelischen Opfern
machen und Quälen weil der Schmerz notwendig ist als Methode sind als Klienten interessante
Gegenüber in der therapeutischen Beziehung aber in einem privaten Kontakt führt dieser Umgang
unweigerlich zur psychischen Krise mit ungewissem Ausgang...
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Re: Standortbestimmung: was ist hilfreich?

Beitragvon Laura » Di 2. Aug 2011, 14:25

Hallo submarine!

Wenn Du nicht lieb bist, kriegste keine ab! So einfach ist das! Oder sie läuft Dir eines Tages davon, weil sie nicht ewig alles von Dir schlucken will, weil Du so eine schlimme Kindheit hattest. Vielleicht hatte sie ja auch eine? Ginge es dann darum, wer es schwerer hat und wer sich eher daneben benehmen darf? So gesehen hätten Frauen als Partnerinnen so mütterlich zu sein, dass sie erotisch gesehen schon wieder langweilig erscheinen würden. Eine Frau, die ihren Mann nicht bessern kann, kann aber immer noch abhauen.

Jetzt warte ich ja nur auf die Retourkutsche, dass Frauen im Grunde ja auch nur einen Superman wollen, der kein Mann sein kann.

Alles Gehirnwäsche, grrrosse Confusion. Angenommen, auf Dich wartet eine ganz tolle Frau, die nicht einmal Deine finanziellen und sonstigen Verhältnisse stören würde. Und Du hättest dann immer noch nicht mit Deiner Vergangenheit abgeschlossen (auch dann nicht, wenn Du alle Missetäter hinter Schloss und Riegel gebracht hättest) und würdest sie an ihr abarbeiten. Diese tolle Frau hätte irgendwann keine Geduld mehr für Deine pubertären Verunsicherungstaktiken (kann ich beweisen, dass der andere Unrecht hat, bin ich automatisch im Recht) oder sie würde sich ködern lassen und von Dir in die Verzweiflung getrieben werden, was Dir auch noch egal wäre. Nee, vielleicht schützt der große Kürbis diese Frau und versteckt sie solange vor Dir bis Du reif dafür bist. Aber wie könntest Du reif für eine Beziehung werden? Du wärst doch lieber wieder das ach so hochbegabte Kleinkind im Laufstall, nur diesmal so kräftig, dass Du Dich gegen die temperamentvolle Zwillingsschwester wehren könntest. Und dann führst Du nämlich das Leben eines kleinen Prinzen, so wie es Dir und Deinem I.Q. angemessen ist und wenn Du erstmal groß bist wirst Du was gaaaaanz, gaaaanz Großes und dann laufen Dir die Frauen eh nur so hinterher und die werden froh sein, wenn sie überhaupt in Deinen Harem reindürfen! Ja, auch das nur Gehirnwäsche!!!

Viele Grüße

Laura
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Re: Standortbestimmung: was ist hilfreich?

Beitragvon Mirjam » Di 2. Aug 2011, 16:06

.........alles Augenwischerei und Feigheit vor den tatsächlichen Gemütsqualen.
Gut, wenn man Gemütsqualen als konkreten Feind vor sich hat und nicht in sich... Dann kann man gut dagegen ankämpfen. :-"

.............nicht wenn der Untergang vorprogrammiert ist wie z.B. bei Menschen mit Borderline-Syndrom oder Süchten.
Das sind Menschen die sich nicht selbstständig am Leben erhalten können ohne Abhängigkeiten
und dabei Andere in ihren Sumpf hineinziehen.
Phoh! Wertungen... und gleich was für welche !

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Re: Standortbestimmung: was ist hilfreich?

Beitragvon fluuu » Mi 3. Aug 2011, 13:20

Hallo,
nur mit dem Feind in sich lohnt es zu kämpfen, die Äußerlichkeiten sind oberflächlich.

Entschuldige meine Ausdrucksweise aber auch ich bin nicht frei von schlechten Erfahrungen
und sie führen zu dem abwertenden Urteil. Süchte sind etwas fürchterliches im
Beziehungsleben denn sie setzen einen Automatismus in Gang der friedlich kaum zu
stoppen geht.
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Re: Standortbestimmung: was ist hilfreich?

Beitragvon Laura » So 7. Aug 2011, 06:28

Weiß nicht, was mich geritten hat, als ich den obigen Beitrag schrieb. War ja nicht gerade nett von mir. :oops:

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Re: Standortbestimmung: was ist hilfreich?

Beitragvon Remedias » So 7. Aug 2011, 12:29

Fand die Bemerkung von Submarine, dass Frauen alle einen Knall haben, auch nicht gerade liebenswürdig und zudem ziemlich sexistisch.
Aber da passiert es wohl wie in der alten Fabel vom Fuchs und den Trauben; der Fuchs kommt an die Trauben nicht ran und sagt sich:
"Die sind auch viel zu sauer" :cool:

liebe Grüße Remedias

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Re: Standortbestimmung: was ist hilfreich?

Beitragvon fluuu » Di 9. Aug 2011, 10:01

Hallo,
diese Methode ist im Alltag durchaus tauglich, sich Dinge die man nicht erreicht schlecht zu reden
und die kleinen Dinge die man schafft positiv hervorzuheben.
(Werde niemals ein Popstar, dazu bin ich seelisch viel zu labil, vielleicht besser so, sie werden selten alt weil sie
an Suizid sterben, dann bin ich lieber der Star meiner Angehörigen und Freunde sind meine Fans.)
So braucht man nicht diesen Hunger nach unerfüllten Wünschen und kann sich und den Partner
einfach mal so lassen mit allen menschlichen Schwächen.
Man muss vor allem nicht den Partner dazu bringen einem die 'dicken Trauben' zu holen an die
man selbst nicht ran reicht, es wäre eine Form von Vergewaltigung wenn er andere Interessen hat.

Was jedoch eine gute Lernmethode sein kann wenn man unbedingt das Ziel 'dicke Trauben' erreichen will,
den Partner bitten einem dabei zu helfen die Fähigkeiten zu erlangen das Unerreichte zu schaffen.
Diese Fähigkeiten für sich selber mit Qualität sorgen zu können und Ziele zu erreichen sind auch ohne
Partner gültig und machen somit nicht abhängig.

Selbstironie und Selbstkritik sind für den Anfang um über sich selbst hinaus zu wachsen gute Fähigkeiten,
sie schaffen harte Realitäten denn bei diesem Lernen um an die ' dicken Trauben' zu kommen ist weiche
Illusion nicht hilfreich.
Illusion und Imagination ist gut wenn man mit unabänderlichen negativen Dingen im Nachhinein positiv
umgehen will:
( An die 'dicken Trauben' die die Anderen haben reiche ich nicht ran, nehme die kleinen Trauben von unten,
sie sind sauer und bitter aber zahlreich vorhanden, sie sättigen, machen nicht dick, sauer macht lustig
und so bin ich zufrieden und ruhe im Moment völlig ohne Sehnsucht in mir, glücklich mit mir und der Welt.)
gruß fluuu

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Re: Standortbestimmung: was ist hilfreich?

Beitragvon submarine » Mo 15. Aug 2011, 20:50

Hallo

hier ist ja richtiger Kaffeeklatsch im Gange, ganz großes Kino. Aber hoppala, was hat das bloß alles mit mir zu tun ? Was reden die denn da alle ?
Ui, das ist ja hier bald wie in einer Ehe, jeder redet mit sich selber, meint aber scheinbar irgendwie den anderen. Und solange das keiner merkt oder es keinen stört, funktioniert es. :sleeping:
Und einen Menschen, der Dir logisch, intellektuell oder sonstwie was voraushätte oder Dir zumindest das Wasser reichen könnte, den würdest Du doch schnell vom Sockel stoßen wollen. Oder bist Du so prima in Deinem Studium mit anderen Menschen zurechtgekommen, sozusagen unter Deinesgleichen?
Das mag ja alles möglein sein, aber... Wayne...? Warum oder wem schreibst du das alles hier rein? Vielleicht handelt es sich um ein ein Mistverständnis:
Ich gehe NICHT ins Indernetcafé, um Kaffeekränzchen über Miszellanien aller Art, Karel Gott und die Welt am Sonntag usw. zu führen, oder um eine Eva kennenzulernen. Sondern ich bin erstens deswegen hier weil ich ein paar immer noch ungelöste, ziemlich konkrete, ziemlich verzwickte Probleme habe, und dafür nach Lösungen und hilfreichen Tipps suche. Und zweitens bin ich gerade diesem Forum hier deswegen treu, weil ich hier schon öfters echte Hilfe erhalten habe, ich meine wirklich fallbezogene, und das vergesse ich nicht.
mein BW-Betreuer hat nach neun Jahren
ach, interessant. Aber was ist`n das ? BW =?
Und ein paar wenige Freunde und Bekannte habe ich sogar auch, ziemlich selbst ausgesucht. Da ist auch ein psychisch erkrankter Ex-Arzt drunter, um auf Deine Frage zurückzukommen, ob Ärzte meine Freunde seien.
wir reden aneinander vorbei, ich hatte das nicht so allgemein gemeint, sondern kontextbezogen, aber...vergebens... Jeder macht sich seinen eigenen Kontext, und dann hat man kein "Topic" sondern eine Kakophonie der Klatschbasen-Kalamitäten, oder gar einen Kapriolen-Karneval der Krassopathen... oder einen... oder eine...oder...schluchz...

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Re: Standortbestimmung: was ist hilfreich?

Beitragvon submarine » Mo 15. Aug 2011, 21:05

Feigheit vor den tatsächlichen Gemütsqualen
aha, erwischt, Feigheit vor dem Feinde, sofort erschießen, unwertes Lehm, wo kommen wir da hin ?
Tieren, Blumen, Schmuck, Puppen und anderen schönen Dingen zuzuwenden die einen vom Mensch sein
und dessen Gefühl im Umgang miteinander abbringen
du scheinst Sinn und Inhalt von Kunst und Kultur nicht wirklich ganz erfasst zu haben, und auch die Funktion von Tieren und Puppen für den menschlichen Umgang scheint sich deinem Verstande (falls ein solcher bei dir vorliegen sollte, wofür es allerdings keine hinreichenden Indizien gibt) zu entziehen. Man könnte folgerichtig vermuten, hinter deinem Nick verstecke sich ein Programm das mit dem Befehl gefüttert wurde, den größtmöglichen anzunehmenden Unsinn zu texten, um nach der Existenz von intelligenten Antworten in den unendlichen Weiten des Internets zu fahnden. :twisted:
ist die heilsamste Methode, Abenteuer und Scheitern ja aber nicht wenn der Untergang
vorprogrammiert ist wie z.B. bei Menschen mit Borderline-Syndrom oder Süchten.
und wenn man sowas selber hat? Ich meine, wegen was sind wir hier im Forum ?

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Re: Standortbestimmung: was ist hilfreich?

Beitragvon submarine » Mo 15. Aug 2011, 21:26

Hallo submarine!
du schon wieder :cool:
Wenn Du nicht lieb bist, kriegste keine ab!
nee, andersrum wird ein Schuh draus: Wer lieb ist, kriegt dauernd was ab.
Du wirst diesem "Fluu" immer ähnlicher, du textest Senf. Ich glaub einfach nicht dass du nicht weißt, dass es genau umgekehrt ist. Ich meine bald, ihr wollt mich verkackeiern. Viel Spaß. :roll: Ich leg mich wieder hin.
Jetzt warte ich ja nur auf die Retourkutsche, dass Frauen im Grunde ja auch nur einen Superman wollen, der kein Mann sein kann.
Fast. Frauen wollen im Grunde ja auch nur ein Superman sein, der kein Mann sein kann. :mrgreen:
Angenommen, auf Dich wartet eine ganz tolle Frau, die nicht einmal Deine finanziellen und sonstigen Verhältnisse stören würde.
was denn für "finanziellen Verhältnisse". Und ja, irgendwo da draußen wartet eine auf mich... sicher, sicher...wie gesagt, großes Kino... :cool:
Nee, vielleicht schützt der große Kürbis diese Frau und versteckt sie solange vor Dir bis Du reif dafür bist. Aber wie könntest Du reif für eine Beziehung werden?
joah, das ist hier die Kardinalfrage, wie werde ich reif fürs Ostereier-Suchen, es dreht sich alles um Eier, der eine hat welche, der andere legt welche... der eine ist auf der Suche, der andere malt sich an, um gefunden zu werden...wieder andere verstecken sich... und was hat das mit meinem Topic zu tun ?
Du wärst doch lieber wieder das ach so hochbegabte Kleinkind im Laufstall, nur diesmal so kräftig, dass Du Dich gegen die temperamentvolle Zwillingsschwester wehren könntest. Und dann führst Du nämlich das Leben eines kleinen Prinzen
ui ja, das hast du sogar mal richtig gut erkannt und treffend hingeschrieben. Respekt! Ich mag übrigens den kleinen Prinzen, ich sehe da nichts verkehrtes daran.
wenn Du erstmal groß bist wirst Du was gaaaaanz, gaaaanz Großes und dann laufen Dir die Frauen eh nur so hinterher und die werden froh sein, wenn sie überhaupt in Deinen Harem reindürfen! Ja, auch das nur Gehirnwäsche!!!
Text auf einem Auto-Aufkleber: "Ich bin zwar geil, aber noch nicht verzweifelt."

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