PTSD und andere Traumatisierungen | Häufigkeit (Epidemiologie)

Achtung:

Epidemiologische Daten in der Forschungsliteratur weisen oft erhebliche Schwankungen und Unterschiede auf. Dies liegt oft an unterschiedlichen Ein- und Ausschlusskriterien hinsichtlich Definition der Störung, Einbezug von Einzelphasen oder Gesamtverlauf, sämtlicher Manifestationen oder nur bestimmter Schweregrade etc.. Deshalb sind die nachfolgend genannten und aus der Fachliteratur zusammengestellten Zahlen nur als grobe Anhaltspunkte zu werten und sind bei Bedarf persönlich durch eigene Beschäftigung mit der Literatur zu überprüfen!

 

Epidemiologische Daten zur Posstraumatischen Belastungsstörung (PTSD)

Etwa 80% aller Menschen erleben im Laufe ihres Lebens ein relevantes Trauma (Lifetime-Prävalenz derExposition). Exponierte Personen erkranken aber nur etwa 25% tatsächlich an einer PTSD. Die PTSD ist also nicht die „normale“ Folge der Begegnung mit einem Trauma, sondern es benötigt offenbar zur Auslösung einer PTSD noch andere Faktoren.
Die Punktprävalenz liegt bei 5-10%.
Die Lifetime-Prävalenz der Erkrankung liegt bei Männern zwischen 5-9% und bei Frauen doppelt so hoch bei 10-18%.
In Risikopopulationen (Vertriebene, Emigranten etc.) liegen die Prävalenzzahlen deutlich höher.

Häufig verwendete Begriffe (Glossar)

Prävalenz:

Anzahl der Erkrankungsfälle einer bestimmten Erkrankung bzw. Häufigkeit eines bestimmten Merkmals zu einem bestimmten Zeitpunkt (Punktprävalenz) oder innerhalb einer bestimmten Zeitperiode (z.B. Lebenszeit prävalenz).

Prävalenzrate:

Anzahl der Erkrankten bzw. Häufigkeit des Merkmals im Verhältnis zur Anzahl der untersuchten Personen.

Inzidenz:

Anzahl der Neuerkrankungsfälle einer bestimmten Erkrankung innerhalb eines bestimmten Zeitraums.

Inzidenzrate:

Anzahl der Erkrankungsfälle einer bestimmten Erkrankung oder die Häufigkeit eines bestimmten Merkmals zu einem bestimmten Zeitpunkt (Punktprävalenz) oder innerhalb einer bestimmten Zeitperiode (z.B. Lebenszeitprävalenz).

Komorbidität:

das gleichzeitge Erkranktsein an mehreren Erkrankungen (z.B. Depressionen und Zuckerkrankheit).