Relindis Kniefeld

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„Eigentlich ist eine Maske eine Gesichtsbedeckung, die man trägt, um sich hinter ihr zu
verbergen, sich vor etwas zu schützen oder in eine andere Rolle zu schlüpfen.
Mich selbst hat es einige Jahre Therapiezeit gekostet, bis es mir möglich war, im
täglichen Leben – wenn‘s die Situation erfordert – eine „Maske aufzusetzen“ und nach
Belieben die damit verbundene Rolle wieder aufzugeben, ohne zu empfinden, dass sich
meine Persönlichkeit in dieser gezeigten „Fassade“ auflöst. Von daher habe ich
besonders viel Vergnügen an dem Luxus, mir Masken und Verkleidungen “leisten“ zu
können.
Im März 2006 habe ich mit dem Fotoprojekt begonnen, eine einfache Maske (aus
Zeitungspapier, Kleister, Gipsbinde, Farbe) als eigenständiges Medium ein Jahr lang
an verschiedenen Orten zu fotografieren. Im Wechsel der Jahreszeiten verändere ich die
Farbe/n der Maske. In den ersten Monaten war es nur eine Suche nach geeigneten
Plätzen, später kam das Gestalten mit verschiedenen Materialien, diversen
Beleuchtungsmitteln und das Experimentieren mit Belichtungszeiten hinzu.
Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen. Ich bin selbst neugierig, wie es sich
weiterentwickelt.“

17. Oktober 2006

Und hier geht’s zum Maskenprojekt